Donnerstag, 17. Juli 2014

Exkurs: Farbgeballer zur eigenen Musik


http://www.coldbeamgames.com

Heute gibt es mal einen Exkurs, der eher entfernt mit Musik zu tun hat, aber irgendwie doch. Es geht um ein Spiel, in dem man seine eigene Musik einbindet, und die Musik generiert Level und bestimmt Intensität und Schwierigkeit.

Beat Hazard heißt das Game des Indie-Entwicklers Cold Beam, und der Name ist Programm. Es ist ein Arcade Space Shooter im Stil von Asteroids. Man steuert ein Raumschiff, und von allen Seiten kommen Asteroiden und feindliche Raumschiffe hineingeflogen, die man abschießen muss, und die dann in bunten Farben explodieren. Das Konzept ist schnell erklärt: Man wählt einen Song aus, anhand des Songs wird dann ein Level generiert. Je nach der Dynamik des Songs sind die Gegner mehr oder weniger aggressiv, die Farben und Effekte mehr oder weniger intensiv. Es gibt natürlich auch Items einzusammeln, Waffen hochzuleveln, verschiedene Raumschiffe zur Auswahl, auch zusätzliche Raumschiffe downloadbar und sogar die Möglichkeit, eigene Raumschiffe zu kreieren. Man hat verschiedene Spielmodi zur Auswahl und kann für die unterschiedlichen Schiffe auch Missionen spielen.

Das Gameplay ist äußerst rasant. Der Warnhinweis für Epileptiker am Anfang des Spiels ist in diesem Spiel absolut gerechtfertigt. Die Intensität des wilden Farbgeballers, vor allem bei schnellen und lauten Songs, kann einem schonmal Augen und Hirn flirren lassen, teilweise hat man sogar Schwierigkeiten zu erkennen, wo man sich auf dem Screen befindet. Doch der Spielspaß ist groß, und man kann gut mal einen Song zwischendurch spielen, und dabei noch seine Lieblingsmusik genießen.

Beat Hazard gibt es für so ziemlich jede Plattform (Windows, MAC OS, Linux, Android, iOS, PlayStation, xBox live), ausprobiert habe ich es auf PC (Windows) und Android. Probiert die Demo und macht euch selbst ein Bild!


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Dienstag, 15. Juli 2014

Live: Riverside & Votum 16.04.2014 Colos-Saal Aschaffenburg

Foto: Micha
Lang lang ist's her, aber jetzt endlich habe ich mal die Zeit gefunden, in aller Kürze noch über das zuletzt besuchte Konzert von Riverside zu berichten. Es war mein erster Besuch im in Prog-Kreisen fast schon legendären Colos-Saal in Aschaffenburg, einem kleinen Club mitten in der Stadt. Die Atmosphäre ist fast schon familiär, und die Idee, vor dem Konzert auf Leinwand Live-Auftritte als Werbung für kommende Events zu zeigen, ist gar nicht mal so schlecht.

Als Vorgruppe spielten Votum, eine Progressive Metal Band, wie der Hauptact aus Polen kommend. Die Gruppe war laut und hart, mit vertrackten Riffs und Rhythmuswechseln, wenig filigran, aber technisch gut, und bestens gelaunt. Weite Teile des Publikums ließen sich von der guten Stimmung mitreißen, wurden auch immer wieder angepeitscht von Sänger Bartosz Sobieraj. Der Sound war leider, wie so oft bei Vorgruppen in so kleinen Venues, eher suboptimal, ein wenig zu laut, die Gitarren fast schon beißend. Aber die sechs haben eine ordentliche Show abgeliefert und sollten zumindest aus den Augenwinkeln weiter beobachtet werden.

Nach erstaunlich kurzer Umbaupause kam unter frenetischem Jubel Riverside auf die Bühne. Die Polen um Frontmann Mariusz Duda wirkten entspannt und waren in bester Laune. Immer wieder scherzten sie miteinander und mit dem Publikum, es war das letzte Konzert der Tour (bis auf einige Shows in ihrem Heimatland, aber Zitat Duda: "Poland doesn't count"), und entsprechend druckfrei und gelöst konnte die Band aufspielen. 

Die Soundqualität war, wie von Riverside nicht anders erwartet, ohne nennenswerte Mängel, und dass die Jungs ihr Handwerk verstehen, haben sie auch schon oft bewiesen. Die Tour war die zweite zum aktuellen Album 'Slaves Of New Generation Shrine', und im Vergleich zur ersten 'New Generation' Tour wurden einige Dinge anders gemacht. Es wurden ein paar mehr ältere Stücke gespielt, und viele Songs haben auch ein wenig ein neues Gewand bekommen, ein Extra-Solo hier, eine etwas abgewandelte Passage da. Es war also für diejenigen, die schon bei der letzten Tour dabei waren, keine Wiederholung, sondern eine Entdeckungsreise, die sich gelohnt hat.

Fazit: Riverside ist live eine echte Größe, und immer eine Reise wert. Soundqualität, gute Stimmung und die Schönheit der Musik machen es zu einem schönen Erlebnis, an das man sich gern zurück erinnert.

Montag, 2. Dezember 2013

Revision: Jolly -- The Audio Guide To Happiness (Part 2)


Der durchaus gelungene Auftritt der Paradiesvögel von Jolly weckte das Interesse für die Band. 'The Audio Guide To Happiness (Part 2)' ist das bis dato aktuellste Werk der Gruppe von der amerikanischen Ostküste.

Nach der kurzen Intro bricht im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuersturm los. Schwere Gitarren brüllen, Becken scheppern, Bässe brummen, und zwischen all dem singt und schreit Anadale mit kratziger, aber dennoch melodischer Stimme. 'Firewell' ist überraschend hart und extrem gemischt. Man hat den Eindruck, als würde es dem Sound etwas an Mitten fehlen, doch genau das verleiht dem Song noch mehr Wucht. Nach dem sehr Metal-lastigen Stück schließt sich mit 'You Against The World' ein fast schon mainstreamiger Rocksong mit eingängiger Melodie und platzierter Riff-Führung an. Sänger Andale lässt seiner über mehrere Oktaven hin und her springenden, schwer beeindruckenden Stimme freien Lauf, der Song und das ganze Album lebt ungemein von dieser Vokalakrobatik. Aber auch sonst ist das Album sehr vielseitig. Ob kraftvoll rockig wie in 'Firewell' oder 'Dust Nation Bleak' oder proggig und verspielt, für Abwechslung ist immer gesorgt. In 'Aqualand And The 7 Suns' zum Beispiel verschmelzen ein melodischer, bundloser Bass mit pumpenden Synthies zu harmonischen, aber mit sehr interessanten Melodiesprüngen ausgestatteten vier Minuten. 'Golden Divide' wechselt zwischen Bombast und poppigen Piano-Klängen, und in 'Lucky' kombiniert die Band eine verspielte Synthie-Melodie mit stampfenden Stromgitarren. In der zweiten Hälfte des Albums wird die Härte etwas herausgenommen, es gibt mehr Klavier, mehr Synthies, weniger geschrei und mehr Gesang. Mit 'As Heard On Tape' findet man sogar eine Ballade, mit bluesigem Rhythmus, viel Hall und wie immer überzeugendem melodischen Gesang. Mit Akzenten an genau den richtigen Stellen und gekonnt platzierter Vielstimmigkeit und einem Sackpfeifen-Solo im zweiten Teil ist das sogar eins der besonders guten Stücke des Albums, bei dem es gar nicht leicht ist, Highlights hervorzuheben.

Mit diesem Album zeigt die Band, was sie kann, vielleicht nicht ganz in Vollendung, aber das macht es umso sympatischer. Abstriche kann man machen, weil die Mischung des Sounds ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Auch Anadales Stimme ist eine von denen, die man entweder liebt oder hasst. Pluspunkte sind aber definitiv die Vielseitigkeit und die Eingängigkeit der Musik. Es ist noch Luft nach oben, aber trotzdem empfehlenswert.

Dienstag, 26. November 2013

Revision: Cog -- The New Normal

Was alles so an einem vorbeigeht, wenn man nicht ständig mit dem Kopf im Informationskarussell Internet steckt... So muss jemand, der sich die Frage stellt, was Cog eigentlich so machen, feststellen, dass die Gruppe schon seit drei Jahren nicht mehr existent ist. Das letzte Album der Australier war ja leider nicht annähernd so erfolgreich wie es gut war. Live-Auftritte der Band wird es nicht mehr geben; ein Grund mehr, sich mit dem auf Datenträger gepressten Werk näher zu beschäftigen.

'The New Normal' ist das Debüt-Album des Trios aus Sydney. Es wurde in Kalifornien aufgenommen, und mit Produzentin Sylvia Massy, die schon Tool und System of a Down produzierte, haben die Jungs eine gute Wahl getroffen. Das Album ist laut und intensiv, etwas kratzig, aber dennoch hochwertig produziert. Das Wechselspiel zwischen schweren, aber eingängigen Riffs und atmosphärischen Passagen zieht sich durch alle elf Songs des Albums. Und immer über allem schwebt die charakteristische eindringliche Stimme von Flynn Gower. Der Sound ist homogen, aber dennoch abwechslungsreich. Vom kurzen knackigen 'My Enemy', das mit einfachen Strukturen und angezogenem Tempo der kürzeste Song des Albums ist, bis hin zu zehnminütigen Longtimern mit längeren, fast schon psychedelischen Ausschweifungen ist alles dabei. Es gibt einige Ecken und Kanten vor allem in den Strukturen der Songs, mit Tempo- und Rhythmuswechseln, aber Eingängigkeit steht immer im Fokus der Band. Der Hörer fühlt sich schnell zu Hause, schon der Opener 'Real Life' bringt auf den Punkt, was in den kommenden siebzig Minuten zu erwarten ist. Cog haben ein gutes Gespür für die Dynamik eines Songs, jedes Stück ist ein nie langweilig werdendes Auf und Ab. Die sich überlappenden mehrstimmigen Gesangsspuren und die genau im richtigen Moment einsetzenden Riffs ergänzen sich optimal. Highlights hervorzuheben fällt bei anhaltend hoher Qualität gar nicht leicht. Man kann 'Silence is Violence' mit groovigem Schlagzeug und interessanter Gitarrenführung erwähnen, die im Refrain in harte Akkorde umschlägt. Ebenso empfehlenswert ist 'The River Song', der mit Bass-Solo beginnt, sich langsam aufbaut und immer mehr an Kraft gewinnt, oder 'The Spine' mit treibendem Rhythmus und ebenfalls monströsen Gitarren im Refrain. Mit den beiden Zehn-Minuten-Stücken 'Doors' und 'Naming the Elephant' wird es etwas ruhiger, aber trotzdem nicht weniger intensiv, die besondere Spannung des Albums bleibt bis zum Schluss erhalten.

Die Band und das Album sind hierzulande kaum bekannt. Zu unrecht, muss man sagen. Das Album zeugt von songschreiberischem Geschick und überzeugt mit Eingängigkeit und Intensität, wie man sie nur selten findet. Viel Herzblut steckt in dieser Platte, und das merkt auch der Hörer, der sich darauf einlässt. Fazit: Kaufen!

Donnerstag, 21. November 2013

Live: Karnivool & The Intersphere 03.11.2013 Schlachthof Wiesbaden

Was macht man an einem Tag mit miesem Herbstwetter? Richtig, Indoor-Aktivitäten! Das Konzert von Karnivool stand schon länger auf der Agenda, und die Nachricht, dass The Intersphere als Vorgruppe auftreten sollten, sorgte im Vorfeld für zusätzliche Freude. Schließlich hatten diese ja in der Vergangenheit schon live überzeugen können, wie hier schon zu lesen war.

Zunächst ein paar Worte zur Location, für alle, die den neuen Schlachthof in Wiesbaden noch nicht kennen. Die neue Halle ist um Einiges größer als der alte Bau. Der durchaus charmante industrielle Look des einsturzgefährdeten Originals wurde nicht übernommen, man setzte offenbar auf moderne Schlichtheit, mit grauen Betonwänden und grauen Betonträgern in der Decke. Links der Bühne sorgt ein weitläufiger Getränkestand für Erfrischung, allerdings ist man beim Lesen der Preise schon erfrischt genug. Aber das ist ja leider Standard heutzutage, dass man 2,50€ für ein 0,3L Getränk bezahlt.
The Intersphere beginnen pünktlich, und gewohnt kraftvoll. Man könnte von Routine sprechen. Doch es ist mehr als das. Aus Platzgründen agieren alle vier Musiker in einer Reihe direkt am Bühnenrand. Trotzdem ist viel Bewegung auf der Bühne, und vor allem Schlagzeuger Moritz Müller spielt wie ein Besessener, bereichert die Songs immer wieder um technisch hochwertige und interessante Fills, ohne sich allzu sehr in den Vordergrund zu drängen, und stößt zum Ende hin fast noch Teile seines Instruments von der Bühne. Aber auch die Jungs an den Gitarren geben alles, und Sänger Christoph Hessler animiert das Publikum. Und der Funke springt definitiv über. Eine bessere Eröffnung können sich Karnivool nicht wünschen. Der Sound ist sehr gut, die Songs sind eingängig, aber dennoch mit einer Note Prog, und sie haben die nötige Härte, um die Zuschauer in Bewegung zu versetzen. Die Mannheimer werden nach einer knappen Stunde umjubelt verabschiedet. Es war wieder einmal eine Freude. Prädikat Empfehlenswert!
Karnivool beginnen kurz nach zehn mit Songs vom neuen Album. Die sind sperrig, die sind düster, die sind atonal und polyrhythmisch, ein starker Kontrast zu den strukturierten und harmonischen Songs der Vorgruppe. Sänger Ian Kenny visualisiert die Musik mit gollumhaften Tanzbewegungen und wirft, von hinten beleuchtet, gigantische Schatten aufs Publikum. Im Kontrast dazu schneidet er mit seiner kristallklaren Stimme durch das Gewirr aus dröhnendem Bass, vertrackten düsteren Gitarrenriffs und frickeligem Schlagzeug und fügt der Dunkelheit das Licht hinzu, das die Musik zum Schweben bringt. Der Sound ist auch hier sehr gut, die Stimme kommt optimal zur Geltung, und die Instrumente grenzen sich gut voneinander ab. Die fünf Musiker sind konzentriert, aber leidenschaftlich bei der Sache und spielen alte wie neue Songs mit gleichbleibender Sicherheit und Begeisterung, die auch gut ins Publikum transportiert wird. Vor allem bei den älteren Songs gehen die Zuschauer euphorisch und textsicher mit. Ian Kenny ist bester Laune, immer für einen lockeren Kommentar gut, und stimmlich ohne auch nur den kleinsten Ausrutscher, fast schon unheimlich gut. Leider ist der Spaß nach etwas mehr als eineinhalb Stunden schon wieder vorbei, viele gute Stücke, vor allem von der ersten Platte der Band, blieben ungespielt. Das ist aber auch alles, was es zu bemängeln gibt.

Fazit: Beide Bands haben auf ganzer Linie überzeugt, ebenso wie die Location mit ihrer sehr guten Akustik. Dementsprechend war es ein Abend, der sich auf ganzer Linie gelohnt hat. Wer auch immer die Möglichkeit hat, diese Bands live zu sehen, sollte auf jeden Fall zuschlagen!

Donnerstag, 5. September 2013

Lebenszeichen

Meinen hoffentlich noch immer treuen Lesern und Abonnenten sei gesagt: Ja, ich lebe noch! Wie ihr ja sicher schon festgestellt habt, gibt es von mir im Sommer traditionell eher wenig Neues. Doch in Kürze wird es wieder neue Rezis geben, auch von Platten, die schon seit dem Frühjahr in der Warteschleife stehen. Bis dahin.

Magno

Freitag, 29. März 2013

Live: Riverside & Jolly 28.03.2013 Centralstation Darmstadt

Mit ihrem aktuellen Album 'Shrine Of New Generation Slaves' schlagen die polnischen Progmetaller Riverside neue Töne an, rockiger, mit weniger Metal-Elementen. Wie sich dieses neue Material live in die älteren Sachen der Band einfügt, konnte man auf der New Generation Tour sehen, die am 28.03.2013 in Darmstadt zu Ende ging.

Die Centralstation in Darmstadt bildete eine gute Kulisse für das Konzert. Das Fassungsvermögen von 1200 Zuschauern wurde nicht erreicht, aber dennoch war der Saal gut gefüllt, als die erste Vorband Dianoya, ebenfalls aus Polen, pünktlich halb neun ihre Show begann. Die etwa 40-minütige Show war handwerklich sehr gut, obwohl die Gitarre zwischen den sehr lauten Bass und Schlagzeug leider etwas unterging. Der teils melodische, teils vertrackte und recht harte Progmetal der Band wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen, aber das Quartett schaffte es leider nicht, wirkliche Begeisterung aufkommen zu lassen.

Nach kurzer Umbaupause spielte mit Jolly eine weitere Vorband, diesmal nicht aus Polen, sondern aus den Vereinigten Staaten. Die Gruppe präsentierte natürlich Songs von ihrem aktuellen neuen Album 'The Audio Guide To Happiness Part 2', aber auch ältere Stücke. Dabei sorgten vor allem der extravagant gekleidete Sänger sowie der Bassist dafür, ordentlich Stimmung ins Publikum zu tragen. Die technisch sehr gute Show wurde ein ums andere Mal mit Scherzen und anheizenden Sprüchen angereichert, so dass die Gruppe das Publikum schnell auf seine Seite ziehen konnte. Kleinere technische Pannen wurden witzig kommentiert, und während eines Songs kamen plötzlich einige Roadies auf die Bühne, die mit Besen, Leitern und Putztüchern bewaffnet an den Instrumenten der spielenden Band herumpolierten und für allerlei Erheiterung sorgten. Kurz vor Schluss bedankte sich die von Hurricane Sandy gebeutelte Band für die Unterstützung, die sie seitdem von den Fans erfahren konnte; die Gruppe hatte bei dem Wirbelsturm Studio und zum Teil auch das eigene Heim verloren. Dann wurde das Publikum auf den Hauptact des Abends eingestimmt.

Während der Umbaupause lief im Hintergrund die 'Night Session' vom aktuellen Album von Riverside. Gegen zwanzig nach zehn war es dann endlich soweit, unter tosendem Beifall kamen Mariusz Duda und seine Kollegen auf die Bühne.


Die Band eröffnete mit den ersten beiden Songs vom neuen Album. Die Soundqualität war hervorragend, auch wenn Duda während der Show mehrfach Missfallen an dem Kopfhörer in seinem Ohr deutlich machte. Das Publikum ließ sich schnell verzaubern von perfekt vorgetragenen Stücken und von der Begeisterung, mit der die Band auf der Bühne agierte. Duda arbeitete gut zum Publikum hin, zog einige Lacher auf sich, als er einen Zettel aus der Tasche zog und die Vorstellung der Band und Ansage eines Titels auf Deutsch vortrug.

Die Gruppe spielte fast alle Songs vom neuen Album, sowie einige Stücke des Vorgängers 'Anno Domini High Definition', wie 'Driven to Destruction' oder, als erste Zugabe, 'Left Out'. Von der EP 'Memories in my Head' wurde 'Living in the Past' zum Besten gegeben, und natürlich durften Hits wie 'Panic Room' nicht fehlen. Von den ersten beiden Alben der Band war leider wenig zu hören, lediglich 'Conceiving You' vom zweiten Album wurde gespielt. gegen zwanzig nach zwölf war dann nach 'Celebrity Touch' Schluss.

Was soll man sagen ... Riverside lieferte wie immer eine sehr gute Show ab. Technisch ausgereift und mit viel Routine, aber auch mit Begeisterung und viel Humor war die Show ein absolutes Erlebnis. Hoffentlich wird man noch viele Jahre in den Genuss solcher Konzerte kommen können.