Samstag, 26. Februar 2011

Top-Thema: Oceansize lösen sich auf

Eine Nachricht, die ungläubiges Stirnrunzeln nach sich zog, ging soeben über meinen persönlichen Newsticker: Oceansize geben überraschend ihr Auflösung bekannt. Die Band aus Manchester, die im vergangenen Jahr noch mit einem mehr als überzeugenden Album glänzen konnte, wirft nach zwölf Jahren gemeinsamen Musizierens das Handtuch. Erklärungen werde es keine geben, so heißt es auf der Homepage der Band, und es seien auch keine nötig. Mag sein, dass das die Mitglieder so sehen, oder dass es so für die direkt Betroffenen am besten ist. Es wäre auch wirklich typisch für die Band, wenn es tatsächlich keine weiteren Informationen gäbe, sondern dass einfach mit einem Knall Schluss wäre. Doch was bitte schön ist das denn für eine Art mit den Fans umzugehen?!? Fans, die zugegebenermaßen nicht sehr zahlreich waren, die dafür aber in ihrer Leidenschaft und ihrer Hingabe denen anderer Gruppen noch einiges vormachen konnten. Sollten sie nicht wenigstens in den Grundzügen über die Umstände der Trennung informiert werden? Immerhin gibt es Zeichen, die darauf hindeuten, dass sie notwendig ist und es auch kaum Wehmut dabei gibt. So steht zum Beispiel auf der Twitter-Seite des Vennart-Gambler-Projekts British Theatre: "Oceansize is fucking dead. Long live British Theatre." Klingt das nach Abschiedsschmerz?

Bleibt die Hoffnung, dass wir die Gründe irgendwann erfahren werden. Bis dahin ergötzen wir uns an dem Werk, dass Oceansize hinterlassen haben und hoffen, dass die einzelnen Projekte, auf die die Ex-Mitglieder auf der oceansize.co.uk verweisen, von ähnlich hoher Qualität und Intensität sein werden.

Kommentare:

  1. Sehr schade. Man könnte meinen, die Aufnahmen zum neuen Album haben einige Risse hinterlassen, welche dann schlussendlich zum Split geführt haben.
    Was bleibt sind 4 tolle bis grandiose Alben plus 2 meiner Meinung nach ebenfalls genialen EPs.

    Die Erklärung von ISIS z.B. fand ich letztes Jahr sehr gut, wobei mich der Split auch sehr getroffen hat.

    Naja, sie sind ja nicht tot und werden bestimmt noch das ein oder andere coole Projekt starten.

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  2. Absolute Katastrophe. Verstehe das, wer kann. Nach diesem "glorious album" und absolut fulminanter Tour weiß ich nicht, was ich sagen soll. Ich vermisse oceansize schon jetzt.

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